Erste Delegiertenversammlung 2026 Fokus Betriebsratswahlen und Tarifrunde ME26

Die erste Delegiertenversammlung der IG Metall Offenburg mit den Schwerpunkten Betriebsratswahlen und Tarifrunde ME26

Delegiertenversammlung


Rein ins Jahr 2026 mit unseren Delegierten

Maja Reusch berichtete in ihrem Geschäftsbericht über die Arbeit der IG MEtall Offenburg in den letzten drei Monaten, gab aber auch einen Ausblick auf die kommende Zeit. Im Mittelpunkt der ersten Delegiertenversammlung des Jahres stand die Tarifbewegung in der Metall‑ und Elektroindustrie. Die Geschäftsstelle hat die Tarifrunde bereits detailliert vorbereitet. Besonders wichtig ist in diesem Jahr, die Forderungsdiskussion stärker in die Betriebe zu tragen. Durch mehrere Ansprachetage im Frühsommer soll mit möglichst vielen Beschäftigten ins Gespräch gekommen und ihre Erwartungen und Anliegen aufgenommen werden.

Im Anschluss gaben Torsten Dold und Timo Mai einen umfassenden Überblick über die Klausur des Ortsvorstands sowie die Jahresziele 2026. Damit erhielten die Delegierten einen klaren Eindruck davon, welche strategischen Schwerpunkte die Geschäftsstelle in den kommenden Monaten setzen wird.

Mehr Beteiligung in den Betrieben

Einen weiteren zentralen Punkt bildete der Bericht von Felix Eimert, der erste Erkenntnisse aus den aktuell laufenden Betriebsratswahlen vorstellte. Bereits die Hälfte der betreuten Betriebe hat gewählt. Auffällig ist eine gestiegene Wahlbeteiligung im Vergleich zur letzten Wahl vor vier Jahren. Zudem gibt es mehr Kandidierende, die sich jedoch auf insgesamt weniger Mandate verteilen. Eine Zunahme an Listenwahlen ist ebenfalls zu verzeichnen – allerdings ohne offen gegnerische oder gewerkschaftsfeindliche Listen in unserer Region.

In einer von Christof Köcher moderierten Podiumsrunde berichteten Francesco Tramonti und Katja Wüsten von Bosch Bühl sowie Frank Zehe und Sascha Neumann von BSW Kehl von ihren aktuellen betrieblichen Konflikten. Offen schilderten sie die teils schwierigen Ausgangssituationen, mit denen ihre Teams konfrontiert waren. Im Mittelpunkt stand dabei, wie es ihnen trotz erheblicher Herausforderungen gelungen ist, Verbesserungen durch die aktive Beteiligung der Belegschaften zu erreichen. Ihre Beispiele zeigten eindrucksvoll, wie kraftvoll solidarisches Handeln wirken kann – insbesondere dann, wenn Beschäftigte gemeinsam hinter ihren Anliegen stehen und sich konsequent einbringen.

Beeindrucken und wichtig: Projekt "Faire Mobilität"

Zum Abschluss präsentierte Suzana Maurer vom DGB‑Projekt „Faire Mobilität“ einen eindrucksvollen Einblick in ihre wichtige Arbeit. Sie und ihr Team unterstützen insbesondere jene Beschäftigten, die am Ende der Nahrungskette der Arbeitsverhältnisse stehen und daher besonders häufig von Ausbeutung betroffen sind. Ihre Beispiele machten deutlich, welch bedeutenden Beitrag das Projekt zur Stärkung fairer Arbeitsbedingungen leistet.