Automobilaktionstag
21. September 2026: Bundesweiter Automobil-Aktionstag der IG Metall
Beschäftigte setzen Zeichen für eine starke Industrie
Foto: Jelca Kollatsch
Beschäftigte setzen Zeichen für die Zukunft der Industrie
Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstags der IG Metall fanden auch in der Region zahlreiche Aktionen statt. Bei Schaeffler in Lahr und Bühl, Robert Bosch in Bühl und PWO in Oberkirch machten Beschäftigte auf die angespannte Lage in der Industrie aufmerksam. Insgesamt konnten in der Region knapp 1.000 Beschäftigte erreicht werden, bundesweit beteiligten sich weit über 100.000 Kolleginnen und Kollegen an den Aktionen.
Schaeffler Bühl: Unterschriften für eine sichere Zukunft
Bei Schaeffler in Bühl beteiligten sich zahlreiche Beschäftigte an einer Unterschriftenaktion. Damit setzten sie ein klares Zeichen für den Erhalt von Arbeitsplätzen und den Industriestandort Deutschland. Die Kolleginnen und Kollegen machten deutlich, dass die Herausforderungen der Transformation nicht auf ihrem Rücken ausgetragen werden dürfen.
Robert Bosch Bühl: Aufmerksamkeit für die Situation der Zulieferer
Bei Bosch in Bühl wurde eine Betriebsversammlung genutzt, um auf die schwierige Lage der Industrie, insbesondere der Zulieferbetriebe, aufmerksam zu machen. Deutlich wurde dabei, dass die Ursachen der aktuellen Krise vielfältig sind: von Managementfehlern über unberechenbare politische Entscheidungen bis hin zum internationalen Wettbewerbsdruck.
Bei PWO in Oberkirch kamen Beschäftigte im Rahmen einer aktiven Mittagspause zusammen. In einer Ansprache wurde deutlich gemacht, dass einfache Forderungen nach längeren Arbeitszeiten, niedrigeren Löhnen oder dem Abbau sozialer Standards keine Lösung für die aktuellen Herausforderungen darstellen. Stattdessen braucht es Investitionen in moderne Produktionsstandorte, verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine zukunftsorientierte Industriepolitik.
„Es braucht vielmehr wieder Investitionen in deutsche Standorte, um produktiver arbeiten zu können, es braucht eine aktive Industriepolitik, die den unfairen Methoden einiger Staaten etwas entgegensetzt, es braucht mehr europäische Wertschöpfungsanreize, es braucht günstige Energie und verlässliche Lieferketten, gerade auch bei Rohstoffen. Es braucht einen ganzheitlichen Ansatz, das große Rad und nicht nur Verschlechterungen, die unten bei den Beschäftigten ansetzen“, betonte Maja Reusch, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Offenburg.
Bei Schaeffler in Lahr beteiligten sich die Beschäftigten an Spaziergängen rund um das Werk und machten so ihre Forderungen sichtbar. Im Mittelpunkt stand der Einsatz für gute Arbeitsbedingungen und den Erhalt tariflicher sowie sozialer Errungenschaften.
„Wir verteidigen unsere Errungenschaften, die Generationen vor uns hart erkämpft haben“, erklärte Lars Hummel, Betriebsratsvorsitzender von Schaeffler Lahr.
Gemeinsam für eine starke Industrie
Die Aktionen in der Region machten deutlich: Die Beschäftigten stehen hinter ihren Standorten und fordern Antworten auf die aktuellen Herausforderungen, die über reine Einschnitte bei den Arbeitsbedingungen hinausgehen. Notwendig sind Investitionen, Innovationen und eine aktive Industriepolitik, die Arbeitsplätze sichert und die industrielle Wertschöpfung in Deutschland stärkt. Der große Zuspruch zu den Aktionen zeigt, dass die Beschäftigten bereit sind, gemeinsam für eine gute Zukunft ihrer Betriebe und der gesamten Industrie einzutreten.
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