Tarifrunde Metall und Elektro 2026 Warnstreikauftakt: Zukunft braucht Sicherheit!

300 Beschäftigte setzen in Bühl ein deutliches Zeichen

Kundgebung vor dem Schaeffler-Hauptwerk in Bühl

2. November 2026 2. November 2026


Warnstreik in Bühl: Klare Botschaft an die Arbeitgeber

Rund 300 Beschäftigte aus den Betrieben der Region haben beim Warnstreik der IG Metall in Bühl ein deutliches Zeichen gesetzt. Kolleginnen und Kollegen von Robert Bosch, Schaeffler, ABB Striebel & John, Dormakaba, Linck und PWO versammelten sich auf dem Parkplatz bei Schaeffler, um ihren Forderungen nach mehr Sicherheit für die Standorte, fairer Entlohnung und mehr Wertschätzung Nachdruck zu verleihen.

 

 


Enttäuschung über Angebot in der zweiten Verhandlungsrunde

Im Mittelpunkt der Kundgebung stand die große Enttäuschung über das Angebot der Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde. Dieses sieht lediglich eine differenzierbare Einmalzahlung von 700 Euro im Jahr 2027 sowie 1,3 Prozent mehr Entgelt ab Juli 2028 vor.

Für viele Beschäftigte ist das angesichts steigender Lebenshaltungskosten und der Unsicherheit über die Zukunft zahlreicher Industriestandorte nicht akzeptabel.

 


IG Metall Offenburg: Beschäftigte brauchen Sicherheit und Anerkennung

„Wir erleben in vielen Betrieben Verunsicherung. Die Menschen fragen sich, wie es mit ihren Arbeitsplätzen und ihren Standorten weitergeht. Gleichzeitig erwarten sie zu Recht, dass ihre Leistung anerkannt wird. Für schwierige wirtschaftliche Zeiten haben die Kolleginnen und Kollegen Verständnis. Aber dieses Angebot wird weder ihrer Arbeit noch ihren Sorgen gerecht“, erklärte Maja Reusch, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Offenburg.

Auch Katrin Mayer, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Offenburg, machte deutlich, worum es den Beschäftigten in dieser Tarifrunde geht:

„Die Beschäftigten erwarten keine Wunder. Sie erwarten, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird, dass ihre Standorte eine Zukunft haben und dass am Monatsende genug im Geldbeutel bleibt. Wer jeden Tag Leistung bringt, hat ein Recht auf Sicherheit.“


Unterstützung aus Politik und Tarifkommission

Unterstützung erhielt die Kundgebung auch von Bühls Oberbürgermeister Hubert Bauerfeind, der die Bedeutung der Industriearbeitsplätze für die Region hervorhob.

Darüber hinaus richtete Tarifkommissionsmitglied Sandra Graf das Wort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und machte deutlich, dass die Entschlossenheit in den Betrieben wächst.


Kämpferische Stimmung auf der Kundgebung

Die Stimmung auf der Kundgebung war kämpferisch. Zahlreiche Fahnen, Trillerpfeifen und Transparente machten deutlich, dass die Beschäftigten nicht bereit sind, das Angebot der Arbeitgeber einfach hinzunehmen.

Immer wieder wurde betont, dass eine starke Industrie nur mit den Menschen gelingen kann, die jeden Tag in den Betrieben arbeiten.


Auftakt für weitere Warnstreiks in der Region

Für die IG Metall Offenburg ist die Aktion in Bühl zugleich der Auftakt einer Woche mit Warnstreiks in der Region. Die Botschaft an die Arbeitgeber ist klar: Die Beschäftigten erwarten ein deutlich verbessertes Angebot und verbindliche Perspektiven für die Zukunft ihrer Standorte.
 
Der Warnstreik in Bühl markiert den Auftakt weiterer Arbeitskampfmaßnahmen in der Region. Bereits in den kommenden Tagen werden weitere Warnstreiks stattfinden. Die Beschäftigten machen damit deutlich, dass sie ein deutlich verbessertes Tarifangebot sowie verlässliche Zukunftsperspektiven für ihre Standorte erwarten.