Soziale Verantwortung darf nicht dem Profit geopfert werden.
Gestern hat die Belegschaft von Bosch in Bühl und Bühlertal gezeigt, kampflos wird sie das Feld nicht räumen.
Unter dem Motto "Zukunft braucht Menschen brauchen Zukunft" bringt sie deutlich ihre Meinung über den geplanten Stellenabbau bei Bosch zum Ausdruck.
Der Arbeitgeber hatte verkündet, insgesamt 1700 Stellen am Standort streichen zu wollen. 2000 Menschen versammelten sich nun am Nachmittag des 26.11.2025 vor dem Werkstor und zogen gemeinsam in einem Demozug durch die Stadt bis zum Europaplatz.
Hier hatten am selben Tag bereits Betriebsversammlungen stattgefunden, in welchen die Belegschaft ebenfalls die Chance nutzte, ihre Kritiken zu äußern und sich gemeinsam mit dem Betriebsrat über eine Gegenstrategie Gedanken zu machen.
Das neue Managementprinzip "Kahlschlag statt Zukunftsperspektive" stößt auf Widerstand.
Hier am Standort wurden Zukunftstechnologien entwickelt und produziert, die MitarbeiterInnen vor Ort haben bewiesen, dass sie innovativ und zukunftsgewandt sind und sich konkurrenzfähig aufstellen können.
Diese Perspektive gilt es zu sehen und zu erweitern. Das Management muss mit Mut und Grips in die Zukunft schauen, statt den Kopf in den Sand zu stecken und aufzugeben, wenn herausfordernde Zeiten kommen.
"Auch stehen wir heute hier, um Bosch an seine soziale Verantwortung zu erinnern" betont Katrin Meyer, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Offenburg.